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COOL-Fortbildung Scaffolding im COOL Unterricht

 

Scaffolding im COOL – Unterricht

Kooperativen, selbstorganisierten und kompetenzorientierten Unterricht durch Steuern und Loslassen ermöglichen.

 

Der Kurs wurde von insgesamt 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus neun Schulen besucht:


  • Albrecht Thaer Schule (BBS III) Celle
  • BBS Lüchow
  • BBS III Lüneburg
  • BBS II Northeim
  • BBS Osterholz-Scharmbeck
  • BBS Rotenburg (Wümme)
  • BBS Verden
  • BBS Winsen (Luhe)
  • Georg Sonnin Schule (BBS II Lüneburg 

In insgesamt sechs Arbeitsgruppen konnten konkrete Ergebnisse erarbeitet werden, die unmittelbaren Eingang in die tägliche COOL-Arbeit an den Schulen haben können.

Themenschwerpunkte der Arbeitsgruppen:

  • ·      Lernbegleitung
  • ·        Lernjournal
  • ·        Einführung in das COOL-Konzept für Schülerinnen und Schüler
  • ·        Erstellung von Lernsituationen
  • ·        Erstellung von Assignments
  • ·        Akquise neuer Kolleginnen und Kollegen für das COOL-Team

Zum Kurs

Kooperatives Offenes Lernen ("Cooperative Open Learning") kann nur gelingen, wenn Lehrende und Lernende eine Haltung entwickeln, die die Übernahme von Verantwortung für das Lernen ganz selbstverständlich bei den Lernenden verortet. Lehrende sind nicht verantwortlich dafür, ob Lernende lernen, sie sind aber sehr wohl verantwortlich für die Gestaltung von Rahmenbedingungen, die ein bestmögliches Lernen gelingen lassen können. Diese Rahmenbedingungen müssen im Sinne der Kompetenzorientierung Wissen und Können und Haltung der Lernenden in den Blick nehmen.

 

Zentral für die Entwicklung einer Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen durch die Lernenden ist das angemessene Maß an Scaffolding und Fading im Lernprozess durch die Lehrkräfte. Scaffolding (von engl. „Gerüst) bezeichnet im pädagogisch-psychologischen Kontext die Unterstützung des Lernprozesses durch die Bereitstellung von adäquaten Hilfestellungen. Fading beschreibt das schrittweise Entfernen des „Gerüsts“ bis hin zum Loslassen.

 

Selbstverständlich gilt auch für diesen Kurs das Prinzip des pädagogischen Doppeldeckers: der Kurs ist individualisiert, kooperativ und kompetenzorientiert angelegt.

 

Der Kurs ermöglichte, dass die TeilnehmerInnen

1.      wissen und verstehen (Wissen):

-        Wie sind Lehrende und Lernende im Bildungsprozess sozialisiert?

-        Welche Bedeutung haben Freiheit und Verantwortung bei COOL?

-        Welche Hürden gibt es für eine Verantwortungsübernahme?

-        Wie lässt sich ein angemessenes Maß an Scaffolding und Fading definieren?

-        Welche Elemente zur Erstellung, Dokumentation und Begleitung individueller Lernplanung gibt es?

-        Welche Vorbereitungselemente für offenes Arbeiten gibt es?

-        Wie können Assignments und Lernsituationsbeschreibungen eine Scaffolding-Funktion übernehmen?

 

2.      anwenden (Können):

-        Wie bereite ich Lernende auf den Paradigmenwechsel durch COOL vor?

-        Wie binde ich Scaffolding-Elemente in einen Unterricht ein, der dem COOL-Konzept folgt?

-        Wie gestalte ich Lernsituationen und Assignments für COOL unter dem Aspekt von angemessener Verbindlichkeit und Freiheit?

-        Wie nutze ich mein Schulteam zur Anpassung des COOL-Konzepts im Sinne von Scaffolding und Fading für meine Schule (Entwicklungsprojekt)?

-        Wie organisiere und institutionalisiere ich individuelles Feedback für die Lernenden?

 

3.      die Bereitschaft entwickeln (Haltung),

-        die Haltung der Lernenden im Unterrichtsprozess mehr in den Blick zu nehmen

-        Lernprozesse auch durch Loslassen steuern zu können

-        die Individuelle Haltung zur Verantwortungsübernahme für das eigene Lernen bei den Lernenden individuell zu begleiten

-        die Phase der unterrichtlichen Präsenz vor allem als Möglichkeit einer individuellen Lernbegleitung  zu verstehen und zu nutzen

-        Zeit für individuelle Rückmeldungen an Lernende auch außerhalb der Unterrichtszeit ganz selbstverständlich als angemessene Arbeitszeit zu verstehen

-        Unterrichtsvorbereitung und -entwicklung im Team zu betreiben.

 

 

Zur Kursleitung

 

Wiebke Bracker und Stephan Sausel haben durch die Initiierung und den erfolgreichen Abschluss eines zweijähriges Erasmus+-Projektes COOL-BULB (Kooperatives offenes Lernen in der Berufs- und Lehrerbildung), durch verschiedene Fortbildung zu COOL und durch COOL-veränderte Seminararbeit viel Erfahrung mit kooperativem offenen Lernen.

 

Über uns

Wir sind ein Netzwerk deutscher berufsbildender Schulen, die ihren Unterricht nach der COOL Vision (Cooperatives Offenes Lernen) entwickeln. Im Kern geht es um die Initiierung selbstgesteuerten Lernens. Diese Vision hat seinen Ursprung in Österreich und wird vom Cool Impulszentrum Steyr unterstützt.

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